Andrologie

UNFRUCHTBARKEIT ist ein Problem des Paares. In ungefähr der Hälfte aller Fälle der Behandlung einer Unfruchtbarkeit liegt die Ursache auf Seiten des Mannes. Die häufigsten Ursachen sind ein falscher Lebensstil, aber auch Stress und Umweltverschmutzung haben ihren Anteil daran. Bestimmte Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit können schon mithilfe einfacher Untersuchungen oder mit komplexeren Untersuchungsmethoden festgestellt werden. In unserem Zentrum bieten wir Männern verschiedenste Untersuchungen zur Entdeckung der Ursache des Problems und gleichzeitig empfehlen wir ihnen eine passende Vorgangsweise zur Erhöhung der Chancen zum erfolgreichen Erreichen einer Schwangerschaft.

MSS – Mikrofluidik Spermiensortierung

Revolutionäre Innovation bei der Auswahl der Spermien

Die Auswahl von qualitativ hochwertigen und gesunden Spermien beeinflusst die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erheblich. Bei natürlicher Befruchtung werden gesunde Spermien in den mikrofluidischen Kanälen, die natürlich im weiblichen Fortpflanzungssystem vorkommen, vom Rest getrennt.

Bei der IVF-Behandlung imitieren wir diesen natürlichen Mechanismus des Körpers durch die Mikrofluidik-Chips. Sie wurden entwickelt, um den natürlichen Mechanismus für die Selektion von Spermien im Labor nachzuahmen. Diese Mikrokanäle wirken wie ein Filter, der nur gesunde und qualitativ hochwertige Spermien auswählt.

Während des Zentrifugationsprozesses des Spermas entstehen giftige sauerstofffreie Radikale, die aus abgestorbenen Zellen in die benachbarte Umgebung ausgewaschen werden und eine Fragmentierung (Beschädigung) der DNA des Spermas verursachen. Diese DNA-Schädigung ist einer der Hauptgründe, die den Prozess einer erfolgreichen Schwangerschaft behindern. Mikrofluidische Kanäle reduzieren den oxidativen Stress des Spermas.

Eine von diesen Systemen ausgewählte Samenprobe ist fast 100% beweglich und hat eine höhere Qualität in Bezug auf Morphologie und DNA-Integrität als eine Rohspermienprobe.  Diese Systeme haben auch das Potenzial, die volle Befruchtungskapazität der verarbeiteten Samenproben beizubehalten.

Bei männlicher Unfruchtbarkeit erhöht diese Methode nachweislich den Prozentsatz der Schwangerschaft um bis zu einem Drittel und reduziert das Risiko einer Fehlgeburt deutlich.

Wann wird diese Methode empfohlen?

  • bei erhöhter Fragmentierung der Spermien-DNA und erhöhter Intensität von oxidativem Stress
  • bei wiederkehrenden IUI-Ausfällen
  • bei einer geringeren Befruchtungsrate der Eizelle im vorherigen IVF-Zyklus
  • bei minderwertigen Embryonen in früheren IVF-Zyklen
  • bei wiederholtem erfolglosem Embryotransfer
  • bei wiederkehrenden Fehlgeburten
  • ergänzend zum Eizellspendeprogramm zur Steigerung des Erfolgs der Befruchtung

MESA/TESE
Chirurgische Spermienentnahme

Sofern in der Samenflüssigkeit keinerlei Spermien vorhanden sind (AZOOSPERMIE), können sie durch einen mikrochirurgischen Eingriff aus den Hoden oder Nebenhoden gewonnen werden:

  • MESA – Micro Epididymal Sperm Aspiration – Absaugung von Spermien aus den Nebenhoden
  • TESE – Testicular Sperm Extraction – Gewinnung von Hodengewebe, das anschließend im Labor verarbeitet wird – die gewonnen Spermien werden zur Befruchtung von Eizellen mit Hilfe der ICSI-Methode verwendet

Die urologische Operation MESA/TESE ist eine der Methoden künstlicher Befruchtung bei der Behandlung männlicher Sterilität, und kommt zur Anwendung, wenn in der Samenflüssigkeit keinerlei Spermien vorhanden sind, aber alle Voraussetzungen zu deren Bildung in den Hoden gegeben sind (z.B. bei einer Transportstörung der Spermien). Es erfolgt eine Absaugung des biologischen Materials aus den Nebenhoden (MESA) und eine Gewebeentnahme aus den Hoden (TESE). Die Spermien werden anschließend zur Befruchtung der Eizellen im Rahmen einer IVF genutzt. Der Eingriff erfolgt unter Voll- oder Rückenmarksanästhesie.

OxiSperm

oxidativer Stress wird durch ein Ungleichgewicht zwischen antioxidativer Kapazität der Zellen und der Menge freier Radikaler hervorgerufen, die durch den normalen Zellmetabolismus in jedem lebenden Organismus produziert werden. Außerdem nehmen wir sie täglich aus unserer Umgebung auf, zum Beispiel von Form von Strahlen (UV, Röntgen), aber auch in Form von Stress, Rauchen, Umweltverschmutzung und vielen weiteren Faktoren. Die Entstehung von oxidativem Stress ist deshalb das Ergebnis einer Gleichgewichtsstörung auf verschiedenen Zellebenen. Antioxidative Enzyme gewährleisten den Schutz der Zelle vor deren Auswirkungen.

Eine übergroße Menge an freien Radikalen führt zu einer schnelleren Beschädigung der Zellen. Sobald zu viel oxidativer Stress die männlichen Geschlechtszellen erreicht, hat er eine direkte Auswirkung auf die männliche Fruchtbarkeit (Beschädigung der Spermamembranen, und dadurch Verringerung von deren Beweglichkeit und Fähigkeit, mit der Eizelle zu verschmelzen – Mobilitätsstörung, Störung der Aktivierung der Akrosomreaktion, Beschädigung der DNA im Sperma).

Ungefähr die Hälfte aller unfruchtbaren Männer leidet unter oxidativem Stress. Einen negativen Einfluss auf die Entstehung von oxidativem Stress haben auch Fettleibigkeit, Varikozelen, Infektionen des Harntraktes und ein höheres Alter des Patienten.

OxiSperm bietet:

  • einfache und verlässliche Tests zur Messung einer möglichen Übermenge an freien Radikalen
  • eine rückwirkende Analyse nach Behandlung mit Antioxidanten

Für wen OxiSperm geeignet ist:

  • Patienten mit schlechtem Lebensstil (Fettleibigkeit, Rauchen, Alkohol, Schwermetalle), mit Varikozelen, Infektionen des Harntraktes
  • Patienten über 40 Jahre
  • Patienten, denen Präparate zur Verbesserung des Spermiogramms keine besseren Ergebnisse gebracht haben

Vital Test

Das Vorhandensein großer Mengen von unbeweglichen, aber lebenden Spermien, kann auf einen Defekt in den Schwänzchen hinweisen. Genauso wie bei der Nekrozoospermie – Existenz nur toter Spermien in der Samenflüssigkeit – handelt es sich um eine ernste Unfruchtbarkeitsursache.

Im Falle einer schlechten Mobilität der Spermien ist es nötig, das Verhältnis von lebenden und toten Spermien zu bestimmen, da die Anzahl toter Zellen die Anzahl unbeweglicher Spermien nicht überschreiten sollte. Der Test unterscheidet lebende von toten Spermien durch Identifikation von Spermien mit unbeschädigter Zellmembran. Er wird für Patienten mit weniger als 40 % progressiv-beweglicher Spermien empfohlen.

Der Test ermöglicht:

  • sofortige Bestimmung der Vitalität der Spermien
  • Überprüfung der Unversehrtheit der Membranstruktur
  • Beurteilung der Gesundheit unbeweglicher Spermien 

Einfrieren der Spermien

Die Spermienanzahl bei Männern nimmt ab, und auch deren Qualität verringert sich. Die Spermamenge kann nach und nach bis auf Null sinken und die einzige Möglichkeit, das genetische Material des Mannes zu bewahren, ist das EINFRIEREN DES SPERMAS. Spermaproben werden in flüssigem Stickstoff bei -196 °C aufbewahrt, was deren langfristige Lagerung gewährleistet. Eine Samenflüssigkeitsprobe wird auf mehrere Pejets aufgeteilt, damit es möglich ist, sie mehrfach zu verwenden. Beim Einfrieren und Auftauen ist es wahrscheinlich, dass ein Teil der Spermien nicht überlebt.

Eine Kryokonservierung der Spermien empfehlen wir Patienten mit schweren Störungen des Spermiogramms, onkologischen Patienten vor der Chemotherapie sowie Patienten, die eine Vasektomie, oder Therapie mit starken Hormonen oder Medikamenten planen. Das Einfrieren der Spermien eignet sich auch für Männer, die noch nicht über die Gründung einer Familie nachdenken, deren Untersuchungsergebnisse im Spermiogramm aber kritisch sind.

...wir informieren Sie gerne

Ab dem ersten Kontakt mit GYN-FIV Bratislava steht Ihnen eine deutschsprachige Koordinatorin zur Verfügung!

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